Marie Laforêt verstorben

Wissenswertes über Interpreten und deren Oldies, die nicht in deutscher Sprache gesungen wurden.
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Andy
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Marie Laforêt verstorben

#1 Beitrag von Andy » Di 5. Nov 2019, 13:36

Marie Laforêt, geborene Maïténa Marie Brigitte Douménach, wurde am 5. Oktober 1939 in Soulac-sur-Mer, Département Gironde, Frankreich, geboren.
Sie war eine französisch-schweizerische Chanson-Sängerin und Schauspielerin.
Laforêt trat Anfang der 1960er Jahre zunächst in verschiedenen Filmen auf. Wenig später folgten ihre ersten Gesangsaufnahmen. Ihr erster Hit hieß Les vendanges de l’amour, 1963.
Zu ihren größten Hits zählen Viens, viens, 1973, und Il a neigé sur yesterday, 1977, eine Hommage an die Beatles. Erfolgreich waren auch ihre Aufnahmen internationaler Hits wie Paint It Black der Rolling Stones (Marie douceur, Marie colère), The Sound of Silence (La voix du silence) sowie El cóndor pasa (La flûte magique) von Simon & Garfunkel oder Summer Wine von Nancy Sinatra und Lee Hazlewood (Le vin de l’été).
Laforêt veröffentlichte bis Anfang der 1990er Jahre mehrere Alben. Neben ihren französischen Aufnahmen entstanden auch Lieder in Deutsch, Italienisch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch und Japanisch.
Ihr Filmdebüt gab sie in René Cléments Krimiklassiker Nur die Sonne war Zeuge, 1960, an der Seite von Alain Delon. In den folgenden Jahren drehte sie mit vielen bekannten Schauspielern, so 1963 an der Seite von Charles Aznavour in Rattenfalle Amerika, 1963. Mit dem Regisseur Claude Chabrol drehte sie 1965 M.C. contra Dr. Kha. Hier war sie neben Francisco Rabal und Stéphane Audran zu sehen.
In Fröhliche Ostern spielte sie 1984 neben Sophie Marceau und Jean-Paul Belmondo. Mit Belmondo hatte Laforet in der Vergangenheit bereits mehrfach vor der Kamera gestanden. Die beiden drehten Galante Liebesgeschichten 1961, Jagd auf Männer, 1964, Der Windhund, 1979 und Die Glorreichen, 1984. In Der Diamantenprinz war sie 1967 neben George Hamilton und Lilli Palmer zu sehen. Ihre letzte Filmrolle spielte sie 2008 in Das Büro Gottes neben Nathalie Baye und Béatrice Dalle; danach erschien sie 2010 noch einmal in einem Kurzfilm. Alles in allem umfasst ihr Schaffen als Film- und Fernsehschauspielerin mehr als 50 Produktionen.
In ihren späteren Jahren spielte sie hauptsächlich Theater. Für ihre Interpretation der Maria Callas in Terrence McNallys Stück Master Class wurde sie zweimal für den französischen Theaterpreis Molière als beste Hauptdarstellerin nominiert.
Laforêt lebte ab 1978 in der französischsprachigen Schweiz und war Schweizer Staatsbürgerin. Eine Stellenanzeige, in der sie orthodoxe Muslime von der angebotenen Arbeit in ihrem Haushalt ausdrücklich ausschloss, führte im November 2011 in Frankreich zu einem Gerichtsverfahren wegen rassistischer Diskriminierung.

Marie Laforêt starb am 2. November 2019 im Alter von 80 Jahren in der Schweiz.

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