Doris Day verstorben

Wissenswertes über Interpreten und deren Oldies, die nicht in deutscher Sprache gesungen wurden.
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Andy
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Doris Day verstorben

#1 Beitrag von Andy » Di 14. Mai 2019, 14:50

Doris Day, geb. am 3. April 1922 als Doris Mary Ann Kappelhoff in Cincinnati, Ohio, US Filmschauspielerin und Sängerin.
Day trat zunächst erfolgreich als Sängerin verschiedener Big Bands auf. 1947 schaffte sie den Sprung nach Hollywood, wo sie fortan in einigen Musicals zu sehen war. Doch es waren vor allem familienfreundliche Filmkomödien, u. a. mit Rock Hudson, die maßgeblich ihr Image als „Sauberfrau“ prägten und mit denen sie in den späten 1950er und frühen 1960er Jahren zu den populärsten und kommerziell erfolgreichsten Hollywoodstars aufstieg. Seit dem Ende ihrer Filmkarriere setzte sich Doris Day verstärkt für den Tierschutz ein, wofür sie 2004 mit der Presidential Medal Of Freedom ausgezeichnet wurde.
Doris Mary Ann Kappelhoff war das dritte Kind des Musiklehrers William Kappelhoff und seiner Frau Alma Sophia Welz. Beide Eltern waren als Kinder deutscher Einwanderer ebenfalls in Cincinnati zur Welt gekommen. Die Wurzeln ihrer Familie führen in den Neckargemünder Teilort Mückenloch-Neckarhäuserhof.

Sie wollte ursprünglich Tänzerin werden, konnte ihren Traum aufgrund eines im Alter von 14 Jahren bei einem Autounfall erlittenen Beinbruchs aber nicht verwirklichen.
Doris Day war beim Rundfunk und in Nachtklubs aufgetreten, bevor sie als Sängerin bei den Bands von Bob Crosby und Les Brown arbeitete. Ihren Durchbruch hatte sie 1944 mit dem Nummer-eins-Hit Sentimental Journey, dem mit My Dreams Are Getting Better All The Time ein weiterer Hit folgte. Ihr Arbeitgeber, der Nachtclubbesitzer und Bandleader Barney Rapp, verpasste ihr nach dem Lied Day By Day den Künstlernamen „Doris Day“. Danach arbeitete sie für verschiedene Radiosendungen unter anderem mit Frank Sinatra, Bob Hope und Dinah Shore zusammen.

Ihre erste Ehe mit dem Posaunisten Al Jordan dauerte von 1941 bis 1943. Ihr im Februar 1942 geborener Sohn Terry starb am 19. November 2004 an Krebs. 1946 heiratete sie den Saxofonisten George Weidler, doch auch diese Ehe wurde nach kurzer Zeit geschieden.

Doris Day wurde als mittlerweile etablierte Entertainerin 1947 von Hollywood-Produzenten entdeckt und unterschrieb einen Filmvertrag bei Warner Brothers.
Ihr erster Film, Zaubernächte in Rio unter der Regie von Michael Curtiz, kam 1948 ins Kino. Er bescherte ihr den dritten Nummer-eins-Hit It’s Magic. Es folgten überwiegend heitere Filmmusicals wie Bezaubernde Frau, Romanze mit Hindernissen, In all meinen Träumen bist du oder Man soll nicht mit der Liebe spielen, in denen vor allem ihr Gesangstalent und ihr Talent als Komödiantin gefördert wurden. Einige ernste Rollen übernahm Doris Day in Filmen wie Der Mann ihrer Träume oder Der Gefangene des Ku-Klux-Klan. Ihre bekanntesten Filmpartner waren James Garner, Rock Hudson, Lauren Bacall, Tony Randall, Ronald Reagan, Cary Grant, Ginger Rogers, Frank Sinatra und Danny Thomas, mit denen sie z. T. auch später noch persönlich befreundet blieb. 1951 heiratete sie den Produzenten Martin Melcher, mit dem sie bis zu dessen Tod 1968 verheiratet war.

Den größten Erfolg jener Zeit feierte sie 1953 an der Seite von Howard Keel mit dem Western-Musical Schwere Colts in zarter Hand, das als sehr freie Verfilmung der Vita der Wildwest-Heldin Calamity Jane gelten kann. Mit dem Lied Secret Love aus diesem Film, das 1954 als Bester Filmsong mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, hatte sie nach Love Somebody mit Buddy Clark und A Guy Is A Guy ihren fünften und letzten Nummer-eins-Hit.
Ihren endgültigen Durchbruch als kassenträchtiger Filmstar hatte Doris Day an der Seite von Rock Hudson mit dem Film Bettgeflüster, für den sie ihre erste und einzige Oscar-Nominierung erhielt. Mit Hudson drehte sie 1961 und 1964 die sehr erfolgreichen Nachfolger Ein Pyjama für zwei und Schick mir keine Blumen. Day blieb für mehrere Jahre eine der beliebtesten Schauspielerinnen der Vereinigten Staaten in kommerziell erfolgreichen Filmkomödien wie Ein Hauch von Nerz (mit dem Golden Globe als beste Komödie ausgezeichnet) neben Cary Grant oder Was diese Frau so alles treibt und Eine zuviel im Bett mit James Garner. Ihre letzte tragische Rolle hatte sie 1960 in dem Psychothriller Mitternachtsspitzen, ihre letzte Musicalrolle 1962 in Spiel mit mir. Während eine Schauspielerin wie Marilyn Monroe durch die Überbetonung ihrer erotischen Anziehungskraft den Ruf einer „Sexgöttin“ hatte, pflegte Doris Day ein komplett gegensätzliches Image und verkörperte Frauen, die in ihrer Sittsamkeit unbeirrbar waren. Dies brachte der Darstellerin auch Spott ein. Ihrem ehemaligen Leinwandpartner Oscar Levant wird die Aussage zugeschrieben: „Ich kannte sie, bevor sie Jungfrau wurde.“
Mitte der 1970er Jahre zog sich Doris Day aus der Öffentlichkeit zurück. Ihre vierte Ehe, die sie 1976 mit Barry Comden geschlossen hatte, endete mit der Scheidung 1981. Day widmete sich dem Tierschutz. Ihre Stiftung Doris Day Animal League setzt sich für herrenlose Tiere ein, insbesondere für Hunde. 1985/86 kehrte sie ins Fernsehen zurück und thematisierte in ihrer Talkshow Doris Day’s Best Friends Tierliebe und Leid der Tiere. 1989 erhielt sie den Cecil B. DeMille Award der Foreign Press Association in Hollywood für ihr Lebenswerk. Day zog sich erneut ins Privatleben zurück und betrieb in Carmel-By-The-Sea mit ihrem Geschäftspartner Dennis LeVette ein kleines Hotel namens Cypress Inn.
Sie selbst nannte sich im fortgeschrittenen Alter Carla Kappelhoff.

Doris Day, die bis kurz vor ihrem Tod bei guter Gesundheit war und sich um ihre Tierstiftung kümmerte, starb laut ihrer Stiftung am 13. Mai 2019 nach einer Lungenentzündung im Alter von 97 Jahren in ihrem Haus in Kalifornien.

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