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 Schlagerkomponist Ralf Petersen verstorben 
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Yesterday-Radio Team

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Am 07. Juni 2018 verstarb der deutsche Komponist, Arrangeur, Produzent und Autor Ralf Petersen im Alter von 80 Jahren.

Ein ausführlicher Nachruf folgt in Kürze.

Möge er in Frieden ruhen!!


Mi 13. Jun 2018, 18:28
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Yesterday-Radio Team

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Ralf Petersen kam am 02. April 1938 zur Welt. Seine Wiege stand in Rumburg (Sudetenland), wo er auch eingeschult wurde. Das Kriegsende verschlug die Familie ins brandenburgische Falkensee.

Bereits während der Schulzeit erhielt Horst Fliegel, so sein bürgerlicher Name, Klavierunterricht. Darüber hinaus gründete er eine eigene Tanzkapelle und nahm privaten Kompositionsunterricht. Nach dem Abitur absolvierte der junge Mann ein Studium an der Deutschen Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Ost-Berlin. Seine Neigungen zur Tanz- und Unterhaltungsmusik führten, um disziplinarische Maßnahmen zu vermeiden, zu dem Künstlernamen "Ralf Petersen". Zwischen 1962 und 1964 durchlief Ralf Petersen an der Ost-Berliner Humboldt-Universität ein Gaststudium im Fach Musikwissenschaften.

1959 trat er erstmals als Komponist in Erscheinung, vom darauffolgenden Jahr an übte Ralf Petersen diese Funktion nebenberuflich aus. Es entstanden sowohl Instrumentalstücke als auch der sich an Kinder wendende Musikzyklus "Die Spieldose". Darüber hinaus schrieb er zahlreiche Schlager. Als Beispiele seien "Weil du heut' Geburtstag hast" (Robby Lind), "Du hast mein Wort" (Ivica Serfezi), "Wenn Musik erklingt" (Ljupka Dimitrovska), "Das alles lieb' ich so an dir" (Ruth Brandin), "Blau ist die Nacht" (Gerd-Michaelis-Chor), "Komm, Kolumbus, komm" (Monika Herz) und "Immer wieder ein roter Mund" (Christian Schafrik) genannt. Insgesamt stammen mehr als 700 Titel aus seiner Feder. Namhafte Texter wie Dieter Schneider, Fred Gertz oder Wolfgang Brandenstein arbeiteten mit Ralf Petersen zusammen. 1968 nahm Udo Jürgens seinen im Original von Michael Hansen dargebotenen Song "Regen in der Nacht" auf. Zwischen 1966 und 1970 errangen Petersen-Kompositionen beim Schlagerwettbewerb der damaligen DDR auf vorderen Plätzen.

Ralf Petersen war zudem beim Berliner Rundfunk tätig, wo er von 1961 als Musikredakteur fungierte. Fünf Jahre danach übernahm er die Leitung der Redaktion Tanzmusik. 1973 wurde er Leiter der Hauptabteilung Musik und blieb es bis 1991. Auch die Berliner Welle, wo er stellvertretender Kollektivleiter war, profitierte vom Können Ralf Petersens. Unter seinem bürgerlichen Namen zeichnete er beim Chorverband Berlin (wo er von 1999 bis 2013 das Amt des Vizepräsidenten bekleidete) und dem Luisenstädtischen Bildungsverein musikjournalistisch verantwortlich. Im Jahre 2007 kam sein Erinnerungsbuch "Komponist und Rundfunkmann" auf den Markt.

Seine vielseitige Tätigkeit bescherte Ralf Petersen manche Auszeichnung, darunter den Ernst-Zinna-Preis der Stadt Berlin (1964), den Kunstpreis der DDR (1970) und das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland (2013). Während desselben Jahres mache ihn der Chorverband Berlin zu seinem Ehrenmitglied und verlieh ihm 2015 die Geschwister-Mendelssohn-Medaille.

Möge er in Frieden ruhen!!


Mo 25. Jun 2018, 19:03
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